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Ukraine-Krieg im Newsblog | Ukraine: Blutige Päckchen kamen aus Deutschland

Tag 287 seit Kriegsbeginn: Die Nato rechnet mit einer russischen Offensive im Frühling. In Donezk toben weiter heftige Gefechte. Alle Infos im Newsblog.

Das Wichtigste im Überblick


Das Wichtigste aus der Nacht

5.25 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj verweist auf heftige Kämpfe in Bachmut und der Region Donezk. Kremlchef Putin rechnet mit einem langen Krieg und sieht auch die Gefahr eines Atomkriegs nicht gebannt. Kanzler Scholz sieht diese Gefahr zumindest verringert. Lesen Sie hier die wichtigsten Ereignisse aus der Nacht.

Ukrainische Soldaten feuern mit Artillerie auf russische Stellungen in der Nähe von Bachmut. (Quelle: Libkos/AP/dpa/dpa-bilder)

Ukraine: Wieder Angriffe mit iranischen Drohnen

4 Uhr: Russische Streitkräfte setzten nach ukrainischen Angaben zum ersten Mal seit drei Wochen wieder im Iran hergestellte Drohnen ein, um ukrainische Städte anzugreifen. Offenbar sind sie an die winterlichen Temperaturen angepasst worden. Das meldete der Sprecher des ukrainischen Luftwaffenkommandos, Yuriy Ihnat. Zuvor hatte es Berichte gegeben, dass der Vorrat an iranischen Drohnen erschöpft sei und der Nachschub auf sich warten lasse.

Scholz: Gefahr eines Atomkriegs gesunken

2.23 Uhr: Die Gefahr einer atomaren Eskalation des Ukraine-Krieges ist nach Ansicht von Bundeskanzler Olaf Scholz kleiner geworden. “Russland hat aufgehört, mit dem Einsatz von Atomwaffen zu drohen. Als Reaktion darauf, dass die internationale Gemeinschaft eine rote Linie markiert hat”, sagte Scholz den Zeitungen der Funke Mediengruppe und der französischen Zeitung “Ouest-France”.

“Bei meinem Besuch in Peking haben der chinesische Präsident Xi und ich gemeinsam zum Ausdruck gebracht, dass Atomwaffen nicht eingesetzt werden dürfen. Kurz darauf haben die G20-Staaten diese Haltung bekräftigt.” Auf die Nachfrage, ob die Gefahr einer atomaren Eskalation abgewendet ist, sagte der SPD-Politiker: “Für den Augenblick haben wir einen Pflock dagegen eingeschlagen.”

Drohnenflug: Sohn von Top-Russen in Norwegen freigesprochen

1.20 Uhr: Der Sohn eines ehemaligen russischen Top-Beamten mit Verbindungen zu Präsident Wladimir Putin ist in einem Drohnenfall in Norwegen freigesprochen worden. Das meldete die Nachrichtenagentur NTB am Mittwochabend. Während sich der Verteidiger des angeklagten Geschäftsmannes Andrej Jakunin zufrieden über das Urteil äußerte, kündigte die zuständige Staatsanwältin gegenüber dem Rundfunksender NRK und der Zeitung “Verdens Gang” Berufung an.

Jakunin, ein 47 Jahre alter britisch-russischer Staatsbürger, hatte die Anschuldigungen vor einem Gericht im nordnorwegischen Tromsø zurückgewiesen. Dort wurde ihm vorgeworfen, auf einer Segelreise in Spitzbergen im Sommer verbotenerweise eine Drohne fliegen gelassen und damit gegen Sanktionen für russische Staatsbürger verstoßen zu haben. Mitte Oktober war er deshalb festgenommen worden.

Ukraine meldet schwere Gefechte in Donezk

23.35 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat von anhaltend schweren Gefechten im Osten seines Landes berichtet. Bei jüngsten russischen Angriffen auf die Stadt Kurachowe im Gebiet Donezk seien zehn Menschen getötet worden, sagte Selenskyj in seiner Videoansprache in der Nacht zum Donnerstag. Über die Lage rund um die derzeit besonders heftig beschossene Kleinstadt Bachmut, die die Russen bereits seit Monaten einzunehmen versuchen, sagte er: “Dort gibt es eine sehr harte Konfrontation. Jeder Meter zählt.” Er dankte zudem allen ukrainischen Soldaten, die sich den Angreifern entgegenstellten.

Russland hat die Ukraine vor mehr als neun Monaten am 24. Februar überfallen. Seitdem hat die ukrainische Armee Selenskyjs Aussagen zufolge bereits fast 1.900 Ortschaften wieder befreit. Ebenso viele Orte seien aber weiter besetzt, erklärte er.

Mehr als 1.000 russische Angriffe auf Stromnetz gemeldet

22.45 Uhr: Russland hat nach ukrainischen Angaben das ukrainische Stromnetz bislang über 1.000 Mal angegriffen. “Diese Angriffe sind der größte Schlag gegen ein Stromnetz, den es je gegeben hat. Mehr als 1000 Granaten und Raketen wurden auf elektrische Anlagen, Leitungen und Umspannwerke abgefeuert”, zitierte die Agentur Interfax den Chef des Netzbetreibers Ukrenergo, Wolodymyr Kudrytsky. Die Energie-Infrastruktur funktioniere aber trotz erheblicher Schäden noch immer.

Ukraine: Blutige Päckchen kamen aus Deutschland

22.30 Uhr: Die in den vergangenen Tagen bei mehreren Auslandsvertretungen der Ukraine eingegangenen “blutigen Päckchen” mit Tieraugen haben nach Angaben des ukrainischen Außenministers Dmytro Kuleba allesamt einen deutschen Absender. “Alle Umschläge haben dieselbe Absenderadresse: das Tesla-Autohaus im deutschen Sindelfingen”, schrieb der Politiker am Mittwoch auf Facebook. Der Versand sei über Postämter erfolgt, die nicht mit Videoüberwachung ausgestattet seien. DNA-Spuren seien nicht gefunden worden. “Dies zeigt vor allem die professionelle Umsetzung dieser Aktion”, so Kuleba.


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