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G7-Gipfel beginnt: “Wir müssen zusammenbleiben”

Schon am Vormittag hatte Scholz US-Präsident Joe Biden zu einem bilateralen Gespräch getroffen. Beide beschworen die Geschlossenheit des Westens angesichts des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine. Man müsse weiterhin zusammenstehen, mahnte der Kanzler, und auch Biden sagte: “Wir müssen zusammenbleiben.” Scholz war bereits am Samstagabend auf Schloss Elmau angekommen, Biden in der Nacht.

Schloss Elmau, der Tagungsort des G7-Gipfels, wird weiträumig abgesperrt.

Vor dem Gespräch mit Scholz hatte Biden die Messe auf Schloss Elmau besucht. Beim Priester habe es sich um einen Militärgeistlichen der US-Streitkräfte gehandelt, teilte das Weiße Haus mit. Biden ist gläubiger Katholik und geht regelmäßig in die Kirche.

Johnson von Scholz überrascht

Lobende Worte für den Kanzler fand der britische Premierminister Boris Johnson. “Ich hätte nie im Leben geglaubt, dass ein deutscher Bundeskanzler sich so engagieren würde”, sagte Johnson vor Beginn des Gipfels. Scholz habe den Ukrainern Waffen geschickt und trotz der großen Abhängigkeit Deutschlands vom russischen Gas eine harte Linie gegenüber Moskau eingeschlagen.

Deutschland sehe sich nun “echtem Druck” ausgesetzt und müsse sein Gas aus anderen Quellen beziehen, so Johnson. “Aber sie tun es. Sie geben sich Mühe. Sie bringen das Opfer, (…) weil sie erkennen, dass der Preis der Freiheit es wert ist, ihn zu zahlen.”

Tausende Polizisten im Einsatz

Der G7-Gipfel dauert bis Dienstag. Im Zentrum stehen unter anderem der Ukraine-Krieg und dessen Folgen. Die G7-Staaten dürften dem von Russland angegriffenen Land erneut Unterstützung zusichern, solange sie nötig ist. Nach Angaben Bidens wollen die G7-Staaten zudem ein Importverbot für russisches Gold verkünden. Damit würden Russland Dutzende Milliarden Dollar Einnahmen aus diesem wichtigen Exportgut wegbrechen, teilte Biden am Sonntag vor Gipfel-Beginn auf Twitter mit.

Konkrete Finanzzusagen werden im Kampf gegen die Hungersnot erwartet, die vor allem in Ostafrika herrscht. Auch die hohen Energiepreise und der Kampf gegen den Klimawandel werden Thema sein. Etwa 18.000 Polizistinnen und Polizisten sind rund um den Gipfel im Einsatz.


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