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Besuch in Saudi-Arabien: Kronprinz begrüßt Olaf Scholz mit Handschlag


Olaf Scholz reiste am Samstag nach Saudi-Arabien, wo er vom saudischen Kronprinzen herzlich empfangen wurde. Vor Kurzem war dieser noch international isoliert.

Zum Auftakt seiner zweitägigen Reise durch die Golfregion hat Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) den saudi-arabischen Kronprinzen Mohammed bin Salman in der Hafenstadt Dschidda getroffen. Die beiden begrüßten sich mit einem kräftigen Handschlag im königlichen Al-Salam-Palast, dem Palast des Friedens. Nach der Begrüßung nahmen Scholz und Mohammed unter einem riesigen Porträt des Königs Salman zu einem ersten Gespräch Platz. Anschließend waren Gespräche unter vier Augen und in größerem Kreis geplant sowie ein gemeinsames Mittagessen.

Laut Regierungssprecher Steffen Hebestreit geht es bei der Tour “um unseren Einsatz für eine regelbasierte internationale Ordnung und den Ausbau der Wirtschafts- und Energiekooperation”.

Dabei dürfte die Reise für Scholz angesichts der Menschenrechtssituation in den Gastgeberländern zu einem diplomatischen Balanceakt werden. Insbesondere das Treffen mit dem Kronprinzen Mohammed gilt als heikel. Bis vor einiger Zeit wurde bin Salman wegen der Ermordung des Journalisten Jamal Khashoggi im Oktober 2018 von westlichen Ländern als Ausgestoßener behandelt. Nach Erkenntnissen des US-Geheimdienstes hatte der Kronprinz die Ermordung persönlich gebilligt. Bin Salman bestreitet, Drahtzieher der Tat zu sein.

Zusammenarbeit bei neuen Technologien angestrebt

Die Bundesregierung verurteilte den Mord scharf und werde diese Position auch nicht “redigieren”, hieß es im Vorfeld der Reise. Saudi-Arabiens Bedeutung als Exporteur fossiler Brennstoffe und regionale Ordnungsmacht mache eine “solide Arbeitsbeziehung” mit dem Kronprinzen jedoch unabdingbar, verlautete aus Regierungskreisen. Prinz Mohammed werde das Land wahrscheinlich die “nächsten zehn, 20 oder 30 Jahre” lenken.


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